Es fehlen neue Ideen.
Während für die „innere Sicherheit“ liberale Rechtsstaaten ein fein abgestimmtes Instrumentarium entwickelt haben, um in Nothilfe und Notwehrsituationen einzugreifen, fällt uns bei äußeren Konflikten nichts Besseres ein als Bomben mit noch mehr Bomben zu beantworten. Das ist Steinzeit!
Die Polizei darf selbst bei schlimmsten Terrorangriffen auch nicht mit Artillerie Wohnungen Verdächtiger beschießen. Es muss immer die Verhältnismäßigkeit der Mittel, der Schutz des Lebens, selbst das von dringend Tatverdächtigen beachtet werden. Gezielte Todesschüsse („Finaler Rettungsschuss“) sind das allerletzte Mittel, unterliegen sehr strengen Spielregeln. Zu Recht.
Wie wäre es, nur mal als naive Idee, auch die Verteidigungskräfte humanistisch gesinnter Rechtsstaaten in diesem Sinne auszustatten und auszubilden.
Realitätsfern? Wirklich?
Wieso dürfen Demokratien Verdächtige(!) aus der Ferne mit Drohnen ermorden? Wieso dürfen Kollateralschäden so leichtfertig in Kauf genommen werden? Warum versucht man nicht wenigstens nicht-tödliche Waffensysteme und Kampftechniken zu entwickeln? Für die Tödlichen hat man mal eben 100 Milliarden Euro bewilligt.
Das ginge nur in sehr wenigen Gefechtssituationen? Vielleicht. Wenn es so nur 1 Prozent (1%) weniger Opfer im Zweiten Weltkrieg gegeben hätte, 600.000 Menschen wären nicht grausamst getötet worden (bei angenommen 60 Millionen Opfern). Ich bin überzeugt, da wäre sehr viel mehr möglich.
Das eigentliche Problem ist unser Denken. Da ist Krieg, kann man nichts machen. Muss man halt töten.
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